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Januar 2008
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FINANZINFORMATION
Die Finanzkrise schwelt weiter
Sehr geehrte Damen und Herren,
noch können wir 2008 als „neues“ Jahr bezeichnen. Ich wünsche Ihnen für 2008 persönlich Gesundheit und Zufriedenheit und geschäftlich Erfolg, Erfolg und nochmals Erfolg.
Wenn die Prognosen nicht täuschen, wird das jetzt begonnene Jahr nicht so gut wie das abgelaufene. Die Preissteigerungen für Energie, Öl und Benzin sowie Lebensmittel entziehen dem Verbraucherportemonnaie das Kleingeld, das notwendig ist, um unbeschwert zu konsumieren. Die Forderungen nach Mindestlohn, höheren Lohnabschlüssen und der Begrenzung von Managergehältern sind Zeichen dafür, dass es Leute gibt, die immer noch glauben, der Staat könne alles besser, obwohl dies die Geschichte schon längst widerlegt hat.
Die Auswirkungen der Steuerreform sind noch nicht in vollem Umfang zu überblicken. Komplizierte Anrechnungsverfahren tragen zur Unsicherheit bei. Ob die Unternehmenssteuerreform ein Unternehmen besser stellt oder nicht, lässt sich nur im Einzelfall beantworten.
Derweil schwelt die Finanzkrise vor sich hin. Ich befürchte, dass im Laufe des Jahres aus dem Schwelbrand ein richtiges Feuer werden kann. Das, was wir bisher erfahren haben, ist nur die Spitze des Eisbergs. Es werden noch mehr deutsche Banken betroffen sein, als bislang bekannt wurde, und die Verluste werden höher sein, als bisher eingestanden. Was aber weitaus schlimmer ist: die ursächlich damit verbundene aktuelle Vertrauenskrise im Finanzsektor. Wenn sich Banken gegenseitig kaum noch Geld leihen, dann stimmt etwas nicht und hat Auswirkungen auf das gesamte Kreditgeschäft.
Eine der Folgen wird sein, dass Banken gegenüber ihren mittelständischen Kreditnehmern wieder bzw. noch restriktiver werden. Das heißt auf gut deutsch: Stellen Sie sich auf schwierige Bankverhandlungen ein, wenn Sie Kredit benötigen. Rechnen Sie mit einer strengen Bonitätsbeurteilung, mit verstärkten Sicherheitenforderungen und höheren Risikozuschlägen.
Kalkulieren Sie auch damit, dass die Zinsen weiter steigen werden. Die jetzt schon recht hohe Inflationsrate droht weiter anzusteigen, was wiederum dazu führen wird, dass die Europäische Zentralbank die Zinsschraube noch stärker anzieht.
Löhne, Preise, Zinsen ein Teufelskreis. Es ist zu befürchten, dass die Politik nicht die Kraft aufbringen wird, die Weichen in eine bessere Zukunft zu stellen. Das sind keine guten Aussichten. Trotzdem: Wir sollten nicht in Pessimismus versinken, sondern den Stier bei den Hörnern packen und optimistisch in die Zukunft blicken. Es gibt gute Chancen, auch 2008 erfolgreich zu sein. Stellen Sie sich bereits heute auf diese Entwicklung ein und treffen Sie Vorsorge. Falls Sie Kredit brauchen, sollten Sie sich so früh wie möglich mit Ihrer Bank in Verbindung setzen. Vermeiden Sie Zeitdruck.
Falls sich Ihr Unternehmen in Schwierigkeiten befinden sollte, sprechen Sie dies gegenüber Ihren Kreditgebern offen an. Nennen Sie eine Krise ruhig eine Krise und ergreifen Sie ohne zu zögern Maßnahmen, um ein Sanierungskonzept zu erstellen. Ich arbeite auf diesem Sektor mit einem erfahrenen Sanierungsspezialisten zusammen.
Die unten stehenden Zinssätze geben Ihnen einen Überblick über die aktuelle Marktsituation. Falls Sie Fragen haben, rufen Sie mich an, schicken Sie eine E-Mail oder ein Fax. Ich beantworte gern Ihre Fragen und berate Sie wie gewohnt in allen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Unternehmensführungsfragen.
Mit freundlichen Grüßen
i. A.
Unternehmensberatung
Martin Dieter Herke
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| Aktuelle Zinssätze (Stand: Januar 2008) |
| Kontokorrentkredite (EZB-Statistik) |
Durchschnittszinssatz BRD 7,10 % |
| 3-Monats-Euribor |
4,64 % (plus Bankenmarge) |
| 3-Monats CHF-Libor |
2,67 % (plus Bankenmarge) |
| Hypothekendarlehen, Banken-Refinanzierungssatz |
| 3 Jahre fest |
4,37 % (plus Bankenmarge) |
| 5 Jahre fest |
4,40 % (plus Bankenmarge) |
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Juni 2007 »
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