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September 2010

Droht bald Basel III?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Presse verkündet fast täglich euphorische Nachrichten über die günstige Ent-wicklung der deutschen Wirtschaft. Die Finanzmarktkrise scheint bereits vergessen. Einer verstärkten Arbeitslosigkeit haben wir mit (staatlich subventionierter) Kurzarbeit entgegengewirkt, die Kauflust mit der Abwrackprämie stimuliert und so richtig betroffen von einer Krise ist anscheinend Niemand.

Wirklich Niemand? Ich mache die Erfahrung, dass insbesondere mittelständische Kreditnehmer und ganz besonders Kreditsuchende von den Folgen der Finanzmarkt-krise betroffen sind. Trotz aller Besserungen, die ohne Wenn und Aber zu begrüßen sind.

Wie sieht es am Finanzmarkt aus? Es ist für Unternehmen auch in den letzten Wo-chen nicht einfacher geworden einen Bankkredit zu bekommen. Woran liegt es? Zum Einen liegt es daran, dass viele Unternehmen eine wenig überzeugende Bilanz des Geschäftsjahres 2009 vorlegen können oder noch vorlegen werden. Ungünstige Bi-lanzwerte führen zu einer ungünstigen Ratingeinstufung und diese wiederum zu schlechteren Konditionen und zur „Zurückhaltung“ bei den Banken. Die berüchtigte Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.

Zum Anderen haben die G20-Regierungschefs beschlossen, nach Basel II aufzurüs-ten und ein Basel III mit noch strengeren Eigenkapitalvorschriften für die Banken auf den Weg zu bringen. Für die Banken bedeutet dies, dass sie künftig weniger „hartes“ Eigenkapital ansetzen können und somit in ihrer Kreditvergabe eingeschränkt wer-den. Es ist bereits eine gewisse Vorsichtshaltung zu spüren. Um die Bonität ihrer Kreditnehmer noch besser einschätzen zu können erwarten die Banken mehr Infor-mationen, mehr Planung und mehr Sicherheiten.

Damit ist schon skizziert, wer in Zukunft bevorzugt Kredit erhält. Es sind die Unter-nehmen, die eine aktive Finanzkommunikation gegenüber ihrer Bank praktizieren. Durch mehr Informationen und durch mehr Planungsunterlagen, die Sie leicht zur Verfügung stellen können, sinkt oftmals sogar der Wunsch der Bank nach mehr Si-cherheiten.

Wir können diese Forderungen der Banken beklagen, ändern können wir sie nicht. Also: richten wir uns darauf ein! Organisieren Sie Ihr Rechnungswesen so, dass Sie aus dem System heraus die notwendigen Unterlagen generieren können und keinen zusätzlichen manuellen Aufwand haben.

Es fängt damit an, dass Sie bereits anhand der Auswertungen Ihrer Finanzbuchhal-tung Ihre Ratingeinstufung erkennen und somit in der Lage sind Schwachstellen, die Ihre Bank beunruhigen, schon im Ansatz zu eliminieren. Sprechen Sie mit Ihrer Bank ab, welche Unterlagen sie haben möchte und stellen Sie diese zur Verfügung. Mit einer offenen Informationspolitik nutzen Sie Ihrem eigenen Unternehmen am meis-ten.

Wenn Sie Fragen haben, wie Sie die Finanzkommunikation gegenüber der Bank gestalten und organisieren sollten, rufen Sie mich an, schicken Sie eine E-Mail oder ein Fax, ich beantworte gern Ihre Fragen.


Mit freundlichen Grüßen

Unternehmensberatung
Martin Dieter Herke


Aktuelle Zinssätze (Stand: Anfang September 2010)

Kreditart
Zinssatz

Kontokorrentkredite (EZB-Statistik)

Durchschnittszinssatz BRD 4,87 %
3-Monats-Euribor 0,89 % (plus Bankenmarge)

3-Monats CHF-Libor

0,25 % (plus Bankenmarge)
Hypothekendarlehen, Banken-Refinanzierungssatz
3 Jahre fest 1,37 % (plus Bankenmarge)
5 Jahre fest 1,85 % (plus Bankenmarge)
10 Jahre fest 2,52 % (plus Bankenmarge)

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