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November 2010
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FINANZINFORMATION - Bilanzmaßnahmen 2010
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ja, das Geschäftsjahr 2010 geht allmählich zu Ende. Sie haben schon wieder wichtige Bilanzvorbereitungen zu treffen. Ich meine nicht die Abstimmung von Sammelkonten oder die Anforderung von Bestätigungen, ich meine die Vorbereitung von Maßnahmen, die Einfluss auf das Bilanzergebnis 2010 haben. Es geht darum, die Bilanz so aussehen zu lassen, dass Ihre Bank daran Gefallen findet.
Basel III ist beschlossen und wird umgesetzt - wenn auch mit Übergangsfristen. Die Folgen, vorsichtig skizziert: Es wird in Zukunft nicht einfacher, notwendige Kredite zu bekommen. Das Maß aller Dinge ist hierbei Ihre Ratingnote, die schwerpunktmäßig vom Bilanzergebnis geprägt ist. Wenn Sie 2011 Kredit brauchen, kommt es also auf das Bilanzergebnis 2010 an.
Von den Banken werden zwar auch aktuelle Entwicklungen beim Rating berücksichtigt, diese gehen jedoch mit einer geringeren Gewichtung in das Ratingergebnis ein als Bilanzzahlen.
Wie können Sie Ihr Ratingergebnis via Bilanz beeinflussen? Bilanzkennzahlen, die ratingrelevant sind, werden gebildet, in dem man verschiedene Werte in Relation zueinander setzt, beispielweise das Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme = Gesamtkapital. Der errechnete Prozentwert ergibt die Eigenkapitalquote. Stellen Sie sich beispielhaft folgende Bilanzzahlen vor:
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| AKTIVA |
Ohne BM* |
Mit BM* |
PASSIVA |
Ohne BM* |
Mit BM* |
Anlage-
vermögen |
300.000 € |
300.000 € |
Eigenkapital |
200.000 € |
200.000 € |
Waren-
bestand |
2.000.000 € |
1.600.000 € |
Bank-
darlehen |
300.000 €
|
300.000 € |
Kunden-
forderungen |
800.000 € |
500.000 € |
KK-Kredit |
2.500.000 € |
1.800.000 € |
| Sonstiges |
200.000 € |
200.000 € |
Sonstiges |
300.000 € |
300.000 € |
| Summe Aktiva |
3.300.000 € |
2.600.000 € |
Summe Passiva |
3.300.000 € |
2.600.000 € |
* BM = Bilanzmaßnahmen |
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Das Unternehmen hat einen Zinsaufwand von 160.000 €, Abschreibungen von 30.000 € und einen Gewinn von 90.000 € bei einem Umsatz von 6.000.000 € und einem Materialeinsatz von 4.000.000 € erwirtschaftet.
In Vorbereitung auf die Bilanz per 31.12.2010 werden folgende Maßnahmen durchgeführt: Warenbestand und Kundenforderungen werden durch Bestandsabbau und aktives Debitorenmanagement entsprechend reduziert. Der KK-Kredit reduziert sich als Folge dieser Maßnahmen. Beurteilen Sie selbst, wie sich die Kennzahlen, die für das Rating verwendet werden, verbessern.
| Kennzahl |
Ohne Bilanzmaßnahmen |
Mit Bilanzmaßnahmen |
| Eigenkapitalquote |
6,1 % |
7,7 % |
| Schuldentilgungsdauer |
25,8 Jahre |
20,0 Jahre |
| Gesamtkapitalrentabilität |
7,6 % |
9,6 % |
| Debitorenziel |
48 Tage |
30 Tage |
| Lagerdauer |
180 Tage |
144 Tage |
| Working Capital |
107,1 % |
109,5 % |
Sie sehen, dass Sie bereits mit wenigen (und nur gering ausgeschöpften) Maßnahmen eine beachtliche Auswirkung auf die Bilanzrelationen erreichen können. Dabei zeigt das Beispiel nur einen Bruchteil von möglichen Maßnahmen. Es beschränkt sich auf die aktive Bilanzseite. Auf der passiven Seite, der Finanzierungsseite, sind ebenfalls Maßnahmen möglich.
Jetzt kommt es nur noch darauf an, dass Sie rechtzeitig vor dem Bilanztermin aktiv werden und wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen. Möglichkeiten dazu bestehen genug.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie mich an, schicken Sie eine E-Mail oder ein Fax, ich berate Sie gern.
Mit freundlichen Grüßen
Unternehmensberatung
Martin Dieter Herke
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