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Juni 2007
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FINANZINFORMATION
Die Zinsen zeigen steigende Tendenz
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Presse werden allenthalben die derzeit fantastisch laufenden Geschäfte der Unternehmen gepriesen. Leider ist dies (noch) nicht bei allen Mittelständlern angekommen. Indes, die Europäische Zentralbank (EZB) hat wieder an der Zinsschraube gedreht und verlauten lassen, dass dies nicht der letzte Zinsschritt in diesem Jahr gewesen sei. Also, die Zinsen werden weiter steigen. Für die meisten mittelständischen Unternehmen bedeutet dies eine zusätzliche Belastung der Rentabilität, da die Eigenkapitalquoten relativ gering sind und sie deshalb die Zinsbelastung besonders heftig trifft. Da auch mit einem weiteren Anstieg der Konsumausgaben zu rechnen ist, steigen die Inflationsgefahren, ein weiterer Grund für höhere Zinsen. Es kommt somit verstärkt darauf an, die „richtige“ Finanzierungsart zu wählen, um Spitzenbelastungen zu vermeiden. Hierzu nur die Stichworte: Euribor, Libor, Forward-Darlehen, Zins-Cap etc. Außerdem: es ist anzunehmen, dass sich als Folge der guten Konjunktur auch die Lohnspirale wieder schneller drehen wird.
Die Banken beklagen dagegen eine zu geringe oder (fast) nicht vorhandene Kreditnachfrage, da ihre Kunden soweit sie können eine Cashflow-Finanzierung einer Kreditfinanzierung vorziehen. Das ist die Retourkutsche für überzogenes Bankverhalten in der jüngsten Vergangenheit. Guten Bonitäten würde man jetzt gern Kredit zur Verfügung stellen. Die weniger guten Bonitäten haben es nach wie vor schwer, benötigte Finanzmittel zu bekommen.
Entscheidend für Kreditzusagen ist der Nachweis einer dauerhaften Kapitaldienstfähigkeit selbstverständlich neben den üblichen anderen Voraussetzungen. Belegen Sie Ihrer Bank die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit anhand qualifizierter Planungsunterlagen. Gehen Sie in die Informationsoffensive. Die Gelegenheit dazu ist gut, denn jetzt ist wieder die Zeit der Bilanz- und Rating-Gespräche.
Generell ist festzustellen, dass der Informationshunger der Banken noch größer wurde. Stellen Sie alle angeforderte Unterlagen zur Verfügung. Machen Sie nicht nur Mindestangaben. Sie verbessern dadurch Ihre Situation als Kreditnehmer.
Die unten stehenden Zinssätze geben Ihnen einen Überblick über die aktuelle Marktsituation. Falls Sie Fragen haben, rufen Sie mich an, schicken Sie eine eMail oder ein Fax. Soweit ich kann, beantworte ich gern Ihre Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Unternehmensberatung
Martin Dieter Herke
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| Aktuelle Zinssätze (Stand: Juni 2007) |
| Kontokorrentkredite (EZB-Statistik) |
Durchschnittszinssatz BRD 6,78 % |
| Kontokorrentkredite (EZB-Statistik) |
Durchschnittszinssatz Eurozone 6,29 % |
| 3-Monats-Euribor |
4,135 % (plus Bankenmarge) |
| 3-Monats CHF-Libor |
2,50 % (plus Bankenmarge) |
| Hypothekendarlehen, Banken-Refinanzierungssatz |
| 3 Jahre fest |
4,62 % (plus Bankenmarge) |
| 5 Jahre fest |
4,66 % (plus Bankenmarge) |
| 10 Jahres fest |
4,75 % (plus Bankenmarge) |
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Konditionen der KfW für
Unternehmerkapital
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Kapital für Wachstum
(alte Länder) |
| Bonitätskategorie 1 |
6,15 % nominell, 6,29 % effektiv |
| Bonitätskategorie 2 |
7,35 % nominell, 7,56 % effektiv |
| Bonitätskategorie 3 |
7,90 % nominell, 8,14 % effektiv |
| Bonitätskategorie 4 |
9,65 % nominell, 8,83 % effektiv |
| Bonitätskategorie 5 |
10,40 % nominell, 10,00 % effektiv |
Konditionen der KfW für Unternehmerkredit Fremdkapital
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| Presklasse A |
4,25 % nominell, 5,11 % effektiv |
| Presklasse B |
4,60 % nominell, 5,48 % effektiv |
| Presklasse C |
4,90 % nominell, 5,80 % effektiv |
| Presklasse D |
5,20 % nominell, 6,12 % effektiv |
| Presklasse E |
5,70 % nominell, 6,66 % effektiv |
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Dezember 2006 »
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